Anwaltsstation bei Graf von Westphalen

2024
Hamburg
Zoll & Außenhandel, EU-Beihilfenrecht
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JurInsight Score
Zur Vorgehensweise
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Arbeitsatmosphäre
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Work-Life-Balance
5/5 Sterne4,5/5 Sterne4/5 Sterne3,5/5 Sterne3/5 Sterne2,5/5 Sterne2/5 Sterne1,5/5 Sterne1/5 Sterne
Ausbildung
5/5 Sterne4,5/5 Sterne4/5 Sterne3,5/5 Sterne3/5 Sterne2,5/5 Sterne2/5 Sterne1,5/5 Sterne1/5 Sterne
Einblicke
5/5 Sterne4,5/5 Sterne4/5 Sterne3,5/5 Sterne3/5 Sterne2,5/5 Sterne2/5 Sterne1,5/5 Sterne1/5 Sterne
Gehalt
900
€ / Wochen­arbeitstag
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Das Wichtigste in Kürze:

  • Ich wurde intensiv in die Mandatsarbeit eingebunden.
  • Graf von Westphalen hat ein umfangreiches Lernangebot (Seminare, Klausuren usw.).
  • Es gibt viele Referendare und Wissenschaftliche Mitarbeiter in Hamburg, man kommt also leicht in Kontakt mit anderen Referendaren.
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Erfahrungs­bericht

Der nachfolgende Bericht basiert auf den Erfahrungen einer Referendarin/eines Referendars, die/der ihre/seine Anwaltsstation bei Graf von Westphalen im Zollrecht in Hamburg absolviert hat und gibt ihre/seine persönlichen Eindrücke aus dieser Zeit wieder.

Was sind die Tätigkeits­schwerpunkte des Bereichs?

  • Meine Station war zweigeteilt. Zum einen im Bereich Zoll & Außenhandel, zum anderen im EU-Beihilfenrecht.
  • Der Bereich Zoll & Außenhandel betreut maßgeblich Zollverfahren sowie Fragen zu Exportkontrollen.  
  • Bei Zollverfahren geht es im Wesentlichen darum, welcher Zollsatz für eine Ware anfällt. Da die jeweilige Eintarifierung erhebliche Kostenunterschiede auslöst, löst dies die häufigsten Streitpunkte aus.  
  • Im Bereich Exportkontrolle geht es vorrangig um die Beratung von Unternehmen bzgl. Beschränkungen und Sanktionen. Beispielsweise aufgrund der Russlandsanktionen gibt es aktuell einige Produkte, die auch über Drittstaatenhandel nicht nach Russland exportiert werden dürfen. Deshalb stellt sich regelmäßig die Frage, ob bestimmte Produkte oder Länder von den Sanktionen erfasst sind oder nicht. Besonders wichtig ist die Beratung ebenfalls bei Produkten, die als Dual-Use-Güter gelten (z.B. bei Computerchips, Sensorik, etc., was auch in Militär- oder Waffensystemen verwendet werden könnten).
  • Verstöße gegen Ex- und Importvorschriften sind häufig strafbar, sodass die Beratung auch die Betreuung von solch speziellen Strafverfahren betrifft.
  • Aktuell ist der Bereich Zoll & Außenhandel sehr beschäftigt.
  • Ein Teil des GvW-Teams aus dem Bereich Zoll und Außenhandel hat sich inzwischen selbstständig gemacht. Die Boutique heißt Cattwyk und bietet neben dem wieder aufgefüllten GvW-Team ebenfalls Referendarplätze an.  
  • Daneben habe ich im Bereich Subventions- und Beihilferecht gearbeitet, Dieser umfasst hauptsächlich die Beratung im Vorfeld zur Beantragung oder Durchsetzung eines Subventionsanspruchs sowie nachgelagert die Abwehr behördlicher Rückforderungen bzw. gerichtlicher Beistand. Ebenfalls werden vom Team alle anderen Fragestellungen mit europarechtlicher Prägung bearbeitet, sodass die Arbeit sehr abwechslungsreich ist.
  • Inhaltlich wird klassische juristische Arbeit abgefragt (korrekte Sachverhaltserfassung, Rechtsrecherche, Auslegung und Anwendung auf den Fall).

Was waren deine Aufgaben?

  • Ich wurden intensiv in die anwaltliche Arbeit eingebunden. Zu meinen Aufgaben gehörten das eigenständige Verfassen von Gutachten, Schriftsätzen und internen Vermerken. Ebenso durfte ich Mandantenschreiben entwerfen sowie an Mandantengesprächen und Gerichtsterminen teilnehmen.
  • Ich hatte die Möglichkeit, viel selbstständig und eigenverantwortlich an komplexeren Aufgaben zu arbeiten. Teilweise fällt aber auch mal nur schlichtes Korrekturlesen oder die Vorbereitung einer Präsentation an.
  • Am Ende handelt es sich um klassische Referendars- und WissMit-Aufgaben.
  • Ich hatte mehrfach die Möglichkeit, zu Mandantengesprächen mitzukommen und wurde auch in die externe Kommunikation mit den Mandanten eingebunden.
  • Am Hamburger Standort wurde Referendaren ein umfassender Einblick in die Arbeit als Rechtsanwalt geben.

Wie sah ein typischer Arbeitstag aus?

  • Die Mittagspause haben Referendare und Anwälte vielfach gemeinsam verbracht. Dabei war es üblich, sich etwas mitzubringen und dann gemeinsam in der Kanzlei zu essen.
  • Referendare haben in Großraumbüros mit 4 oder 8 Arbeitsplätzen gearbeitet. Entsprechend war es sehr einfach, mit den anderen Referendaren und wissenschaftlichen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen. Im 8er-Büro ist es entsprechend deutlich lauter, was aber der Stimmung keinen Abbruch tut.
  • Ich saß auf einem anderen Stockwerk als das restliche Team, da die Wege aber sehr kurz sind, hat dies keinen Unterschied gemacht.
  • Referendare werden bei GvW insgesamt sehr gut eingebunden.

Was hat dir besonders gut gefallen?

  • Die Arbeit war inhaltlich sehr spannend.
  • Die gute Arbeitsatmosphäre – sowohl in dem Team als auch in der Kanzlei insgesamt.
  • GvW bietet ein recht umfassendes Ausbildungsangebot an, z.B. Kaiserseminare, Kaiserklausuren, Englischkurse usw.
  • Es gibt Snacks im Büro (z.B. Müsli, Obst, Getränke usw.).
  • Der intensive Austausch mit den anderen Referendaren und wissenschaftlichen Mitarbeitern.
  • Das Mentorensystem wird wirklich gelebt, also der Anwalt, der mich betreut hat, hat sich viel Zeit für die Ausbildung genommen. So habe ich beispielsweise regelmäßig und umfassendes Feedback bekommen.
  • Es gab viele Events für Referendare, z.B. Escape-Room, Brauereiabend, usw.

Was hat dir nicht gefallen bzw. wo siehst du Verbesserungsbedarf?

  • Die Home-Office-Regelungen waren recht unflexibel. Dies soll sich aber zukünftig ändern.

Wie zeitintensiv war die Station?

  • Ich habe um ca. 9 bis 9:30 angefangen zu arbeiten. Ich hatte meistens zwischen 18 und 19 Uhr Feierabend.

Gibt es besondere Ausbildungs­angebote, wenn ja welche?

  • Es gab Präsenzseminare von Kaiser zur Urteilsklausur, Anwaltsklausur, zum Zwangsvollstreckungsrecht und zur mündlichen Prüfung. Zusätzlich zu den Seminaren erhalten Referendare auch die entsprechenden Kaiserskripte. Weiterhin wird ein Onlineseminar nach Wahl bezahlt.
  • Die Präsenzseminare finden teils an unterschiedlichen Standorten statt, wobei die Reisekosten vollständig von GvW übernommen werden.
  • Außerdem werden 10 Kaiserklausuren bezahlt.
  • Es finden regelmäßig Aktenvortragskurse statt, die man während der Arbeitszeit vorbereiten kann.

Wie weit im Voraus wurde sich auf die Station beworben?

  • 7 Monate

Wie würdest du die Station bewerten? (Skala: 1-10; 1 = sehr schlecht, 10 = sehr gut)

  • 8