Anwaltsstation bei Luther

2025
Hamburg
Arbeitsrecht
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JurInsight Score
Zur Vorgehensweise
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Arbeitsatmosphäre
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Work-Life-Balance
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Ausbildung
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Einblicke
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Gehalt
650
€ / Wochen­arbeitstag
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Das Wichtigste in Kürze:

  • Luther berät vorrangig Arbeitgeber.
  • Referendare haben teilweise die Möglichkeit, Gerichtsprozesse selbstständig wahrzunehmen.
  • Die Aufgaben von Referendaren sind sehr abwechslungsreich.
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Erfahrungs­bericht

Der nachfolgende Bericht basiert auf den Erfahrungen einer Referendarin/eines Referendars, die/der ihre/seine Anwaltsstation bei Luther im Arbeitsrecht in Hamburg absolviert hat und gibt ihre/seine persönlichen Eindrücke aus dieser Zeit wieder.

Was sind die Tätigkeits­schwerpunkte des Bereichs?

  • Luther ist im Arbeitsrecht vorrangig auf Arbeitgeberseite tätig. Dabei werden Unternehmen aus sehr vielen Bereichen vertreten, sodass ich keinen Branchenfokus erkennen konnte.
  • Nur in seltenen Ausnahmefällen ist es vorgekommen, dass Luther auch Arbeitnehmer bzw. Führungskräfte direkt vertreten hat.
  • Ein größerer Bereich besteht darin, Kündigungsschutzprozesse zu führen. Dabei wird – wie dargestellt – vorrangig die Arbeitgeberseite vertreten. Bei Kündigungsschutzprozessen liegt ein großer Fokus auf den Güteterminen, also darauf, vor Gericht einen Vergleich abzuschließen.
  • Allerdings ist Luther nicht nur bei Kündigungsschutzprozessen tätig, sondern bei allen arbeitsrechtlichen Themen, die für Arbeitgeber relevant sind, entsprechend wird auch zu Vergütungssystemen, bei Insolvenzen, bei Massenentlassungen usw. beraten.

Was waren deine Aufgaben?

  • Ich habe viel bei Kündigungsschutzprozessen mitgearbeitet. Ich hatte sogar zweimal die Möglichkeit, Kündigungsschutzprozesse eigenständig zu führen. Dabei bin ich alleine mit der Mandantin zu Gericht gefahren. Das war eine sehr spannende Möglichkeit und zeigt, wie viel Vertrauen mir als Referendarin entgegengebracht wurde.
  • Dazu habe ich umfangreich bei Recherchen unterstützt. Das Recherchieren von Rechtsfragen ist eine der häufigsten Aufgaben, die ich bekommen habe.
  • Dazu hatte ich allerdings auch viele Aufgaben, die sonst vorrangig von Rechtsanwälten bearbeitet werden, beispielsweise Klagen in Kündigungsschutzprozessen schreiben oder auch Verträge entwerfen.
  • Luther hat auf seiner Internetseite einen Blog, für den ich mehrere Beiträge verfasst habe. Dabei wurde ich auch als Autorin für die von mir verfassten Beiträge genannt, was ich sehr wertschätzend fand.
  • Ich konnte dazu auch zu einigen Gerichtsterminen mitkommen. Insgesamt konnte ich durch die vielen Gerichtsprozesse viel Erfahrung vor Gericht sammeln.
  • Obwohl ich kein arbeitsrechtliches Vorwissen hatte, konnte ich gut mitarbeiten. Es wurde Wert darauf gelegt, mir die arbeitsrechtlichen Grundzüge beizubringen.

Wie sah ein typischer Arbeitstag aus?

  • Es war üblich, gemeinsam Mittag zu essen. Die Konstellationen waren dabei sehr unterschiedlich, manchmal war ich nur mit Wissenschaftlichen Mitarbeitern oder Referendaren essen. Häufig sind allerdings auch Anwälte mitgekommen.
  • Die Teamatmosphäre hat mir gut gefallen. Auch in stressigen Phasen war der Umgangston sehr freundlich. Man hat gemerkt, dass die Anwälte sich auch privat gut verstehen.
  • Auch die Partner waren sehr freundlich, sodass die Atmosphäre im Team ausgesprochen gut war.
  • Ich habe gelegentlich sogar privat etwas mit den Anwälten unternommen.
  • Es gab viele Kanzleievents (z.B. Weihnachtsfeier, Oktoberfest usw.), zu denen auch die Referendare immer eingeladen waren.

Was hat dir besonders gut gefallen?

  • Ich konnte sehr eigenständig mitarbeiten und mir wurden auch verantwortungsvolle Aufgaben (z.B. alleine mit der Mandantin vor Gericht aufzutreten) übertragen.
  • Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Anwälten zusammenzuarbeiten. Ich hatte zwar einen Mentor, habe allerdings mit jedem Anwalt aus dem Team mal zusammengearbeitet, sodass ich die Möglichkeit hatte, viele verschiedene Arbeitsstile kennenzulernen.
  • Obwohl ich keine arbeitsrechtlichen Vorkenntnisse hatte, konnte ich gut mitarbeiten und wurde intensiv eingearbeitet.
  • Die sehr gute Teamatmosphäre.

Was hat dir nicht gefallen bzw. wo siehst du Verbesserungsbedarf?

  • Die Feedbackkultur hätte noch besser sein können, insbesondere in stressigen Phasen blieb häufig keine Zeit für Feedback.
  • Die Einbindung in die Mandate war schwankend, teilweise wurde man sehr intensiv eingebunden, manchmal hat man allerdings auch bloß Rechtsfragen recherchiert, ohne den Hintergrund zu kennen. Da wäre etwas mehr Konstanz schön.
  • Ich musste mehrfach den Arbeitsplatz wechseln und konnte nicht immer beim Team sitzen.

Wie zeitintensiv war die Station?

  • Ich habe circa um 9 Uhr angefangen und hatte meistens um 18 Uhr Feierabend. Es wurde recht konsequent darauf geachtet, dass ich nicht länger bleibe.
  • Ich habe 4 Tage die Woche gearbeitet.
  • Ich hatte ausreichend Zeit für die Examensvorbereitung.

Gibt es besondere Ausbildungs­angebote, wenn ja welche?

  • Es gab die Möglichkeit, viele Klausuren bei Kaiser zu schreiben.
  • Es wurden interne Repetitorien angeboten, an denen ich allerdings nicht teilgenommen habe.

Wie weit im Voraus wurde sich auf die Station beworben?

  • 12 Monate.

Wie würdest du die Station bewerten? (Skala: 1-10; 1 = sehr schlecht, 10 = sehr gut)

  • 8.
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