Wahlstation bei der DAK
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Arbeitsatmosphäre
Work-Life-Balance
Ausbildung
Einblicke
Gehalt
0
€ / Wochenarbeitstag
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Das Wichtigste in Kürze:
- Das Justiziariat arbeitet sehr eng mit dem Vorstand zusammen.
- Das Justiziariat betreut insbesondere Gesetzesänderungen und deren Auswirkungen auf die DAK.
- Das Team ist ausgesprochen nett und die Arbeitsbelastung eher gering.
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Erfahrungsbericht
Der nachfolgende Bericht basiert auf den Erfahrungen einer Referendarin/eines Referendars, die/der ihre/seine Wahlstation bei der DAK-Gesundheit in Hamburg absolviert hat und gibt ihre/seine persönlichen Eindrücke aus dieser Zeit wieder.
Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte des Bereichs?
- Das Justiziariat unterstützt vorrangig den Vorstand bei seiner Arbeit. Entsprechend stehen strategische Aufgaben im Vordergrund, nicht hingegen das Bearbeiten von alltäglichen Aufgaben.
- Die Arbeit besteht insbesondere darin, Gesetzesänderungen zu analysieren und herauszuarbeiten, wie sich diese auf die Arbeit der Krankenversicherung auswirken.
- Dazu betreut das Justiziariat die Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Nach dem Informationsfreiheitsgesetz können Bürger oder Journalisten Informationen von staatlichen Behörden anfragen.
- Klassische verwaltungsrechtliche Aufgaben werden vom Justiziariat nicht bearbeitet. Insbesondere Widersprüche und Klagen gegen Entscheidungen der Krankenversicherung werden von einer gesonderten Abteilung bearbeitet. Referendare haben deshalb nur wenig Kontakt zu den klassischen juristischen Aufgaben (z.B. Widersprüche entwerfen).
Was waren deine Aufgaben?
- Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Für mich war jede Aufgabe neu, ich habe viel an strategischen Aufgaben mitgearbeitet, sodass ich keine repetitiven Aufgaben bearbeiten musste.
- Ich habe beispielsweise bei einem datenschutzrechtlichen Thema mitgearbeitet (z.B. die datenschutzrechtlichen Anforderungen bei einer Online-Besprechung mit einem Arzt) oder der Frage, unter welchen Voraussetzungen eine freiwillige Satzungsleistung zulässig ist.
- Eine weitere Aufgabe bestand darin, bezüglich einer anstehenden Gesetzesänderung zu überprüfen, welchen Einfluss dieses Gesetz auf die Krankenkasse hätte.
- Dazu hatte ich regelmäßig die Möglichkeit, einen Aktenvortrag zu halten.
- Ich habe mehrmals interne Fortbildungsvorträge vorbereitet (z.B. eine andere Abteilung über die rechtlichen Veränderungen zu informieren).
- Dazu habe ich auch in geringem Umfang Rechercheaufgaben übernommen.
- Einmal habe ich auch eine Klageerwiderung geschrieben, also bei einer klassischen juristischen Tätigkeit unterstützt.
Wie sah ein typischer Arbeitstag aus?
- Das Team ist sehr lieb und entgegenkommend.
- Das Team hat sehr flache Hierarchien und auch diese spielen in der täglichen Arbeit nur eine geringe Rolle. Beispielsweise sind in dem Team alle per Du.
- Es ist nur ein Referendar zurzeit bei der DAK, sodass man keine anderen Referendare kennenlernt.
- Es gibt viele Teammeetings, also Treffen, bei denen Aufgaben verteilt oder besprochen werden.
- Ich bin grundsätzlich mit dem Team gemeinsam Mittagessen gegangen. Die Qualität der Kantine schwankt, sodass ich mir häufig Essen von zu Hause mitgebracht habe.
- Referendare haben ihren Arbeitsplatz in einem Großraumbüro gemeinsam mit den anderen Mitarbeitern aus dem Justiziariat.
- Viele der Mitarbeiter arbeiten aus dem Home-Office. Für Referendare ist es allerdings nicht möglich, aus dem Home-Office zu arbeiten, weil die datenschutzrechtlichen Anforderungen dafür zu hoch sind.
- Es gab viele gemeinsame Kaffeepausen, um das Team kennenzulernen.
Was hat dir besonders gut gefallen?
- Das sehr liebe Team.
- Die Möglichkeit, das öffentliche Recht in der Praxis zu sehen. Ich fand das öffentliche Recht im Studium etwas langweilig. Durch die Station habe ich einen deutlich besseren Zugang zum öffentlichen Recht bekommen.
- Die Arbeitszeiten von Referendaren sind flexibel und es wird Referendaren viel Vertrauen entgegengebracht. Referendare können problemlos auch mal früher Feierabend machen. Es wird davon ausgegangen, dass man das nur macht, wenn man seine Aufgaben erledigt hat.
- Bei den Arbeitszeiten wird viel Rücksicht auf die Arbeitsgemeinschaft oder sonstige Verpflichtungen genommen.
Was hat dir nicht gefallen bzw. wo siehst du Verbesserungsbedarf?
- Die Kantine ist nicht so gut.
- Wer ein extrem ambitioniertes Arbeitsumfeld sucht (wie beispielsweise in einer Großkanzlei), der ist bei der DAK an der falschen Adresse.
Wie zeitintensiv war die Station?
- Der Arbeitstag startet grundsätzlich um 9 Uhr und endet um 17 Uhr.
- Allerdings müssen Referendare nach Hause gehen, wenn der letzte Anwalt das Büro verlässt. Da die Anwälte teilweise auch remote arbeiten, kann es passieren, dass man bereits um 15 Uhr Feierabend machen muss.
- Ich habe nie länger als bis 17 Uhr gearbeitet.
- Ich habe an drei Tagen in der Woche gearbeitet.
- Die Arbeitszeiten sind wie geschrieben flexibel. Wenn also mal ein Termin ansteht, ist es auch kein Problem, früher Feierabend zu machen, ohne später nacharbeiten zu müssen.
Gibt es besondere Ausbildungsangebote, wenn ja welche?
- Ich habe circa einen Aktenvortrag im Monat gehalten.
- Sonst gab es keine weiteren Ausbildungsangebote.
Wie weit im Voraus wurde sich auf die Station beworben?
- 4 Monate.
Wie würdest du die Station bewerten? (Skala: 1-10; 1 = sehr schlecht, 10 = sehr gut)
- 9
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