Wahlstation in der Ständige Vertretung bei der EU
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Arbeitsatmosphäre
Work-Life-Balance
Ausbildung
Einblicke
Gehalt
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€ / Wochenarbeitstag
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Das Wichtigste in Kürze:
- Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union ist quasi die Botschaft von Deutschland bei der EU.
- Referendare werden intensiv in die Arbeit der Ständigen Vertretung eingebunden und erhalten gute Einblicke in die Art und Weise der Arbeit.
- In Brüssel sind sehr viele kontaktfreudige junge Leute unterwegs, sodass es sehr leicht fällt, Anschluss zu finden.
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Erfahrungsbericht
Der nachfolgende Bericht basiert auf den Erfahrungen einer Referendarin/eines Referendars, die/der ihre/seine Wahlstation bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union in Brüssel absolviert hat und gibt ihre/seine persönlichen Eindrücke aus dieser Zeit wieder.
Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte des Bereichs?
- Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union ist quasi die Botschaft von Deutschland bei der EU.
- Es handelt sich um eine sehr große „Botschaft“, die circa 300 Mitarbeiter hat und damit zu den größten Botschaften Deutschlands gehört.
- Die Ständige Vertretung ist dafür zuständig, die deutschen Interessen bei der EU zu vertreten. Im Prinzip betreut die Ständige Vertretung jede EU-Verordnung oder EU-Richtlinie, welche die EU erlässt.
- Die Rechtsabteilung der ständigen Vertretung ist für unterschiedliche Aufgaben zuständig. Zum einen gibt es die Ratsarbeitsgruppen, welche die Arbeit der EU inhaltlich betreuen und einzelnen Themen fest zugeordnet sind. Dazu gibt es die EU-Rechtsberater, die ebenfalls die Arbeit der EU betreuen, allerdings nicht einer konkreten Arbeitsgruppe zugeordnet sind, sondern immer dort unterstützen, wo es aktuell brennt.
- Eine der Fragen, die im Rahmen der Arbeit auftritt, ist die Frage, ob die EU zuständig ist oder es sich um eine Frage handelt, die im Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten liegt.
- Außerdem betreuen die EU-Rechtsberater sonstige rechtliche Fragen, die in der ständigen Vertretung auftreten, beispielsweise das Art.-7-Verfahren gegen Ungarn aufgrund von Defiziten hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit.
- Insgesamt sind die EU-Rechtsberater für alle europarechtlichen Verfahren zuständig.
Was waren deine Aufgaben?
- Meine Hauptaufgabe bestand darin, Memos zu verfassen. Das bedeutet, dass ich recherchiert habe, was die Antwort auf spezifische europarechtliche Fragen ist.
- Bei den Fragen, die im Rahmen der ständigen Vertretung auftreten, handelt es sich in der Regel um sehr spezielle Fragen, sodass die Recherche teilweise sehr herausfordernd sein kann.
- Dazu habe ich meine Ausbilder bei allen anfallenden Aufgaben unterstützt. Das bedeutet beispielsweise, Berichte für das Auswärtige Amt in Berlin zu verfassen. Jedes Treffen, das die Vertretung mit einer externen Person hat, muss in einem Bericht zusammengefasst werden. Ich hatte regelmäßig die Möglichkeit, zu Treffen mitzukommen. In solchen Fällen war es in der Regel meine Aufgabe, die Berichte zu verfassen.
- Dazu hatte ich auch die Möglichkeit, an vielen anderen Terminen teilzunehmen (z.B. Veranstaltungen von anderen Botschaften, ThinkTanks usw.).
Wie sah ein typischer Arbeitstag aus?
- In Brüssel ist After Work sehr beliebt. Es gibt in Brüssel zum einen super viele junge Referendare, aber auch viele junge Leute aus anderen Ländern und Bereichen, sodass es super einfach ist, mit Leuten in Kontakt zu kommen.
- Entsprechend gibt es sehr viele Gelegenheiten, abends unterwegs zu sein. Es gibt sehr viele Events für junge Leute und viele junge Leute, die sehr offen für neue Kontakte sind.
- Insgesamt ist der Alltag in Brüssel sehr von der EU geprägt.
- Mein Arbeitsalltag war sehr abwechslungsreich, sodass häufig am Morgen nicht klar war, wie der Tag enden wird.
- Die Berichte und die Recherchen schreibt man am Computer, sonst war ich sehr viel unterwegs (im Rat, im Parlament, bei Events usw.).
- Jeder Tag ist anders und es passiert immer etwas, langweilig wurde mir also nicht.
- Die Mitarbeiter in der Botschaft sind sehr aufgeschlossen und smart.
Was hat dir besonders gut gefallen?
- Super abwechslungsreicher Alltag
- Man hat die Möglichkeit, sehr nah an tagesaktuellen Themen zu sein.
- Die Möglichkeit, tiefe Einblicke in die Arbeit der Europäischen Union zu erhalten und dabei sowohl die guten als auch die schlechten Seiten zu sehen.
Was hat dir nicht gefallen bzw. wo siehst du Verbesserungsbedarf?
- Keine Bezahlung. Dazu sind die Lebenshaltungskosten in Brüssel eher hoch.
Wie zeitintensiv war die Station?
- Die Kernarbeitszeiten waren 9 bis 17 Uhr. Es ist gelegentlich vorgekommen, dass ich länger gearbeitet habe. Das war allerdings auch eher die Ausnahme.
Gibt es besondere Ausbildungsangebote, wenn ja welche?
- -
Wie weit im Voraus wurde sich auf die Station beworben?
- Klassisches Verfahren vom Auswärtigen Amt (ca. 6 Monate vorher).
Wie würdest du die Station bewerten? (Skala: 1-10; 1 = sehr schlecht, 10 = sehr gut)
- 10.
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