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Of Counsel

Was ist ein Of Counsel?

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Aktualisiert am 
29.4.2024
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Das Wichtigste in Kürze:  

  • Ein Of Counsel ist ein erfahrener Jurist, der nicht als Partner oder angestellter Anwalt tätig ist, sondern auf projektbezogener oder beratender Basis für die Kanzlei unterstützend tätig wird.  
  • Die Rolle des Of Counsel bietet eine einzigartige Mischung aus Flexibilität und Expertise, die sie sowohl für die Kanzleien als auch für die Personen, die diese Position bekleiden, attraktiv macht.
  • Bekannte Of Counsel sind z. B. die ehemaligen BGH-Richter Prof. Thomas Fischer und Prof. Wulf Goette.

Was ist ein Of Counsel?

Ein of Counsel ist ein erfahrener Jurist, der projektbezogen oder für beratend für eine Kanzlei tätig wird. Of Counsel sind häufig Professoren, Politiker oder erfahrene Richter, die mit ihrem Fachwissen oder Kontakten eine Kanzlei unterstützen. Of Counsel arbeiten im Gegensatz zu Partnern und Associates nicht hauptberuflich für die Kanzlei, sondern nur wenige Tage oder Stunden im Monat.  

Was macht ein Of Counsel?

Die spezifischen Aufgaben eines Of Counsel können stark variieren, abhängig von den Bedürfnissen der Kanzlei und der Expertise des Of Counsel.  

  • Fachliche Beratung: Typischerweise werden diese erfahrenen Juristen für spezialisierte Rechtsberatungen herangezogen, insbesondere in komplexen oder seltenen Rechtsgebieten. Sie tragen mit ihrem Fachwissen, welches in der Kanzlei möglicherweise nicht ausreichend vorhanden ist, wesentlich zur Stärkung der Kanzleikompetenz beitragen.  
  • Geschäftsentwicklung: Ein Of Counsel kann auch strategische Beratung bieten, beispielsweise in Bezug auf die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, die Akquise von neuen Mandanten oder zur Schulung jüngerer Anwälte. Im Gegensatz zu Partnern oder fest angestellten Anwälten (Associates und Counsels), sind Of Counsels nicht direkt in das Tagesgeschäft der Kanzleiführung involviert und haben keine administrativen Pflichten.

Was verdient ein Of Counsel?

In Großkanzleien erhalten Of Counsel Tagessätze im mittleren vierstelligen Bereich. Das Gehalt eines Of Counsels schwankt allerdings sehr stark, sodass eine generalisierende Aussage schwierig ist. Grundsätzlich steigt das Gehalt als Of Counsel, je höher die Reputation des Of Counsel und der Kanzlei ist.

Vorteile der Of Counsel Position

Die Rolle des Of Counsel bietet sowohl für eine Kanzlei zahlreiche Vorteile:

  • Expertenwissen: Für die Kanzlei bedeutet die Einbindung eines Of Counsel den Zugang zur speziellen juristischen Expertise
  • Netzwerk: Aufgrund ihrer Reputation verfügen viele Of Counsel über ein breites persönliches Netzwerk, was insbesondere in Fachgebieten mit hohen Anforderungen an Spezialwissen von unschätzbarem Wert sein kann.
  • Reputation: Zudem kann die Anstellung eines renommierten Of Counsel das Image der Kanzlei stärken und deren Marktposition verbessern.

Für den Of Counsel selbst bietet diese Position ebenfalls einige Vorteile:

  • Juristische Tätigkeit: Für den Of Counsel stellt die Tätigkeit eine Möglichkeit dar, weiterhin in der juristischen Praxis tätig zu sein, ohne die Belastungen und Verpflichtungen einer Vollzeitanstellung oder Partnerschaft tragen zu müssen.  
  • Vergütung: Die Tätigkeit als Of Counsel wird häufig attraktiv vergütet, insbesondere unter Berücksichtigung der geringen Arbeitszeit.  

Was ist der Unterschied zwischen "Of Counsel" und "Counsel"

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der oft zu Verwirrungen führt, ist der Unterschied zwischen den Positionen "Of Counsel" und "Counsel" in einer Kanzlei. Während "Of Counsel" eine eher beratende und flexible Rolle darstellt, ist der "Counsel" häufig eine fest etablierte Position auf der Karriereleiter zwischen dem Associate und dem Partner.

  • Counsel: Diese Position ist vor allem in großen Kanzleien zu finden und bietet erfahrenen Anwälten, die nicht den nächsten Schritt zum Partner machen wollen oder können, eine Alternative. Counsel haben mehr Verantwortung und Befugnisse als Associates, sie können beispielsweise neue Mandanten akquirieren und Aufgaben an Associates delegieren. Sie sind jedoch nicht in die unternehmerischen Entscheidungen oder die strategische Führung der Kanzlei eingebunden. Der Counsel-Status kann eine dauerhafte Anstellung ohne die Aussicht auf eine Partnerschaft sein, bietet aber in einigen Kanzleien auch die Möglichkeit, später Partner zu werden.
  • Of Counsel: Im Gegensatz dazu der Of Counsel kein direkter Teil der Karriereleiter der Kanzlei. Of Counsels sind häufig erfahrene Juristen, die entweder aus der aktiven Partnerschaft einer Kanzlei ausgeschieden sind oder neben anderen beruflichen oder persönlichen Verpflichtungen zumindest beratend für eine Kanzlei tätig sein möchten. Sie sind i.d.R. nicht für die Akquisition von Mandaten verantwortlich und tragen keine unternehmerische Verantwortung. Ihre Hauptaufgabe liegt in der fachlichen Beratung und Unterstützung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Of Counsel?
Ein Of Counsel ist ein erfahrener Rechtsanwalt, der nicht als Partner oder angestellter Associate in einer Kanzlei tätig ist, sondern auf einer flexiblen, meist projektbezogenen oder beratenden Basis arbeitet. Diese Rolle bietet sowohl der Kanzlei als auch dem Of Counsel selbst eine flexible Zusammenarbeitsform, bei der spezialisiertes Wissen und Erfahrung in die Kanzleiarbeit eingebracht werden können, ohne die vollen beruflichen Verpflichtungen einer Partnerschaft einzugehen.
Was macht ein Of Counsel?
Die Aufgaben eines Of Counsel variieren je nach den Bedürfnissen der Kanzlei und der speziellen Expertise des Of Counsel. Typischerweise umfassen diese Aufgaben die Unterstützung in spezialisierten Rechtsgebieten oder bestimmten Mandaten, die Unterstützung bei komplexen Fällen, die Mitarbeit in der Ausbildung jüngerer Anwälte. Ein Of Counsel kann auch strategische Beratungsdienste anbieten, etwa bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder oder Märkte.
Wie wird man Of Counsel?
Der Weg zum Of Counsel variiert je nach Kanzlei und individueller Karrierelaufbahn. In vielen Fällen sind Of Counsels erfahrene Juristen, die zuvor als Partner oder in leitenden Positionen in Kanzleien oder Unternehmen tätig waren. Alternativ werden auch andere Personen mit hohem Renomee wie etwa Professoren, ehemalige Politiker oder ehemalige Richter als Of Counsel tätig.
Was ist der Unterschied zwischen einem "Of Counsel" und einem "Counsel"?
Ein "Counsel" ist eine Karrierestufe zwischen Associate und Partner, die erfahrenen Anwälten mehr Verantwortung ohne unternehmerische Pflichten bietet. Ein "Of Counsel" hingegen ist eine flexible beratende Rolle außerhalb der regulären Karriereleiter, oft besetzt von erfahrenen Juristen, die keine Mandatsakquise oder unternehmerische Aufgaben übernehmen.