Verwaltungsstation bei der Handwerkskammer
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Arbeitsatmosphäre
Work-Life-Balance
Ausbildung
Einblicke
Gehalt
0
€ / Wochenarbeitstag
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Das Wichtigste in Kürze:
- Die Arbeitsbelastung bei der Handwerkskammer ist gering.
- Die Station eignet sich gut für die Examensvorbereitung.
- Für eine Verwaltungsstation ist die Station sehr wenig "öffentlich-rechtlich".
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Erfahrungsbericht
Der nachfolgende Bericht basiert auf den Erfahrungen einer Referendarin/eines Referendars, die/der ihre/seine Verwaltungsstation bei der Handwerkskammer in Hamburg absolviert hat und gibt ihre/seine persönlichen Eindrücke aus dieser Zeit wieder.
Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte des Bereichs?
- Die Handwerkskammer ist für die Bewilligung vom Ausbildungs-BAföG zuständig. Die Rechtsabteilung ist für das Bearbeiten der Widerspruchsbescheide verantwortlich. Durch diese Aufgabe bekommt man als Referendar viel Zugang zu Widerspruchsbescheiden, was für das Examen recht hilfreich ist.
- Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beratung der Mitgliedsunternehmen. Wenn die Mitgliedsunternehmen rechtliche Fragen haben, können sie sich an die Handwerkskammer wenden. Die Beratung verfolgt das Ziel, hilfreiche, rechtlich fundierte Antworten zu geben. Entsprechend ist es üblich, sich in die Rechtsprobleme tief einzuarbeiten. Die Aufgaben sind dabei unterschiedlich, beispielsweise habe ich Verträge geprüft, Rechtsfragen recherchiert usw. Auch die Rechtsgebiete sind sehr abwechslungsreich, vom Arbeitsrecht bis zum Vertragsrecht war alles mit dabei. Manche Fragen haben auch recht exotische Rechtsgebiete betroffen (z.B. Datenschutzrecht). Für eine Verwaltungsstation ist die Arbeit also sehr „zivilrechtlich geprägt“.
- Die Rechtsabteilung berät auch die Handwerkskammer selbst. Dabei wird bei allen Aufgaben unterstützt, die anfallen. Entsprechend ist die Arbeit wiederum sehr abwechslungsreich.
- Die Rechtsabteilung der Handwerkskammer ist recht klein und besteht insgesamt aus vier Personen. Die Betreuung der Referendare übernimmt die Leiterin der Rechtsabteilung.
Was waren deine Aufgaben?
- Eine typische Aufgabe für Referendare ist das Verfassen von Widerspruchsbescheiden. Entsprechend habe ich regelmäßig Widerspruchsbescheide entworfen.
- Insgesamt wurde ich als „normales“ Teammitglied behandelt und entsprechend in die anstehenden Aufgaben eingebunden.
- Eine Aufgabe bestand beispielsweise darin, eine Datenschutzerklärung zu überarbeiten. Dabei konnte ich selbstständig arbeiten. Die anderen Team-Mitglieder waren immer für Fragen erreichbar, es wurde mir allerdings schon zugetraut, die Aufgabe selbstständig zu bearbeiten.
- Eine meiner häufigsten Aufgaben bestand darin, Anfragen von Mitgliedsunternehmen zu beantworten. Die Bearbeitung erfolgte sehr eigenständig. Meistens wurde mir die E-Mail weitergeleitet und ich habe von der Bearbeitung bis zum Kontakt mit dem Mitgliedsunternehmen alle weiteren Schritte übernommen.
- Die Leiterin der Rechtsabteilung hat häufig Themen mit mir besprochen und Rechtsfragen diskutiert. Es ging ihr dabei primär darum, die Fragestellung zu besprechen und meine Einschätzung zu hören, um gemeinsam zu einer praktikablen Lösung zu gelangen. Dies hat den Arbeitsalltag recht lebendig gemacht.
- Es gab in meiner Zeit keine auswärtigen Termine. Sofern es allerdings zu internen Terminen gekommen ist, die meine Aufgaben betrafen, hatte ich stets die Möglichkeit, mitzukommen.
Wie sah ein typischer Arbeitstag aus?
- Es wurde nur selten gemeinsam zu Mittag gegessen. Stattdessen gab es häufig gemeinsame Kaffeepausen.
- Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt sehr entspannt und freundlich. Ich habe mich mit den anderen Mitarbeitern sehr gut verstanden und wurde auch gut in das Team integriert.
- Referendare erhalten einen eigenen Arbeitsplatz. Dieser ist deutlich besser ausgestattet als in den meisten Behörden.
- Insgesamt habe ich es nicht wirklich mitbekommen, dass die Arbeit besonders stressig wurde.
Was hat dir besonders gut gefallen?
- Für eine Verwaltungsstation fand ich die Aufgaben sehr interessant. Insbesondere für Referendare, die das öffentliche Recht nicht so gerne mögen, ist die Handwerkskammer eine gute Gelegenheit, nicht nur im öffentlichen Recht zu arbeiten.
- Die Arbeit war sehr examensnah, ich habe viele Verträge geprüft oder entworfen. Dazu kommt, dass es um gewöhnliche Rechtsprobleme geht, wenn die Mitgliedsunternehmen um Unterstützung bitten.
- Mir wurde starkes Vertrauen entgegengebracht. Außerdem wurde häufig nach meiner Einschätzung gefragt und meine Ansicht wurde immer sehr ernst genommen.
- Die Rahmenbedingungen haben die Station sehr angenehm gemacht, die Arbeitstage waren flexibel, man konnte auch mal aus dem Home-Office arbeiten und auch das Büro ist sehr gut ausgestattet.
Was hat dir nicht gefallen bzw. wo siehst du Verbesserungsbedarf?
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Wie zeitintensiv war die Station?
- Der Arbeitsbeginn war circa um 9 Uhr. Offiziell ging der Arbeitstag bis circa 17 Uhr, es ist allerdings nur selten vorgekommen, dass ich wirklich bis 17 Uhr geblieben bin. In den meisten Fällen bin ich (deutlich) früher gegangen, insbesondere wenn meine Aufgaben schon erledigt waren.
- Ich habe 2 Tage die Woche gearbeitet.
- Wenn ich keine Aufgaben hatte, konnte ich auch in der Arbeitszeit lernen. Das wurde ausdrücklich vom gesamten Team begrüßt. Insgesamt habe ich circa einen Tag in der Woche „wirklich“ gearbeitet.
Gibt es besondere Ausbildungsangebote, wenn ja welche?
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Wie weit im Voraus wurde sich auf die Station beworben?
- Ca. 14 Monate Vorlaufzeit
- Kein Bewerbungsverfahren à Im Prinzip per E-Mail Bewerbungsunterlagen zuschicken.
Wie würdest du die Station bewerten? (Skala: 1-10; 1 = sehr schlecht, 10 = sehr gut)
- 10
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